nazis erobern die studierendenschaften?!
an der uni magdeburg finden in der nächsten woche gremienwahlen statt. wie so oft in ostdeutschen studierendenschaften werden hier die studierendenräte und nicht die studierendenparlamentaristInnen gewählt. in diesem jahr ist die gesamte magdeburger uni in aufruhr, da eine offensichtlich rechtsextreme liste bei den wahlen antritt. der spitzenkandidat dieser hochschulgruppe mit dem geheimnisvollen namen “Studentische Interessen statt Politik” ist mitglied der npd-jugendorganisation jn und bereits mehrfach als veranstalter oder organisator von rechtsextremen veranstaltungen aufgetreten.
die anderen (demokratischen) hochschulgruppen der uni magdeburg haben den gemeinsamen aufruf “Studentische Erklärung gegen Rechts – für Demokratie, Weltoffenheit und Gleichberechtigung” verfasst und wenden sich entschieden gegen “rechte, fremdenfeindliche, antisemitische und anti-demokratische Bestrebungen und Einstellungen”. sie fordern in der resolution alle studierenden auf, an den gremienwahlen teilzunehmen und demokratisch zu wählen. unterstützung bekommen sie dabei von ihrem rektor, der sich in einem brief an die studierenden der universität wendet und sie auffordert, mit ihrem votum zu zeigen, dass rechtsextremes gedankengut keine unterstützung in der studierendenschaft findet.
in der vergangenheit hatten verschiedentlich übergriffe auf internationale studierende in magdeburg stattgefunden. der studierendenrat hatte sich erst vor wenigen monaten in einer erklärung eindeutig gegen solche übergriffe positioniert.
quelle: fzs


[...] Posted Juni 8, 2007 interessenvertretend « hopowatch nazis erobern die studierendenschaften?! an der uni magdeburg finden in der nächsten woche [...]
Studierende der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erteilen rechter Liste Abfuhr
Die Studierenden der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben den Kandidaten von der NPD-nahen Rechten eine klare Abfuhr erteilt. Gewählt wurden der Studentenrat, die Fachschaftsräte sowie die studentischen Vertreter für den Senat und die Fakultätsräte.
Die studentischen Wählerinnen und Wähler folgten dem Aufruf sämtlicher Studentengruppen und ließen den Kandidaten vom rechten Rand keine Chance. Als einzige der neun Listen, die für den Studentenrat kandidierten, blieben die Rechten ohne Mandat und weit unter 1 % der abgegebenen gültigen Stimmen. Erfreulich ist auch die Mobilisierung der Studierenden, die allem Anschein nach auf die Absicht zurückging, sich von der rechten Liste zu distanzieren. Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zu 2006 bei den Studentenratswahlen um 62 %, nämlich von 16 auf 26 %. Rektor Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann: „Ich bin sehr erfreut über das eindeutige und entschiedene Votum unserer Studierenden. An der demokratischen Grundüberzeugung unserer Studierenden kann es keinen Zweifel geben.“
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Abteilung Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit
gratulation!