an der fu berlin beginnt heute eine dreitägige urabstimmung zum semesterticket. die studierenden sollen über eine verlängerung des bestehenden vertrags abstimmen, der im märz nächsten jahres ausläuft. der neue vertrag soll über die nächsten vier jahre laufen und eine preissteigerung von jährlich etwa 3% enthalten und soll damit preislich zwischen 154€ (2008) und 168€ (2011) liegen.
bei dieser urabstimmung müssen laut wahlvorstand allerdings mindestens 10% der fu-studierenden für den neuen vertrag stimmen, sonst gibt es kein semesterticket. der studentische wahlvorstand der fu hierzu:
Eine Mehrheit der an der Abstimmung teilnehmenden Studierenden, mindestens jedoch 10%, muss sich für das Semesterticket entscheiden, andernfalls gilt die Fortführung des Semestertickets als abgelehnt.
die studierenden der fu haben also ein dreiviertel jahr – bevor der neue setivertrag in kraft treten soll – die möglichkeit darüber abzustimmen. an der uni münster hätten die studierenden kürzlich monate nach inkrafttreten eines setivertrages fast die chance gehabt, nachträglich in einer urabstimmung über ihr seti zu entscheiden. hier hätte der asta der uni münster aber die satzung wahrscheinlich so ausgelegt, dass das ticket bei einer zu geringen wahlbeteiligung trotzdem beibehalten worden wäre.
die mehrzehl der fu-hopos spricht sich offenbar für eine beibehaltung des tickets inklusive preissteigerungen aus. fuwatch kommentiert dies folgendermaßen:
Denn anders als in der Vergangenheit, will man es diesmal nicht auf eine Konfrontation mit dem VBB ankommen lassen. Ein solcher “Machtkampf” hatte dazu geführt, dass es in der Vergangenheit zwischendurch ein Semester ohne Ticket gab, und die monatlichen Azubi-Tickets dann in der Summe teurer waren. Anders als damals sprechen sich diesmal nicht nur die Opposition im StuPa, sondern auch die asta-tragenden Hochschulgruppen für eine Annahme des neuen Vertrags aus.

