haushaltübersichtlichgestaltend
Mai 7, 2008 von flow
der frisch gewählte finanzreferent des münsteraner uni-asta hat als eine seiner ersten amtshandlungen einen überarbeiteten haushaltsentwurf erstellt und dem haushaltsausschuss vorgelegt. damit könnte die verabschiedung eines haushalts für das fünf monate alte haushaltsjahr in greifbare nähe rücken, wenn der haushaltsausschuss und das studierendenparlament an diesem entwurf nichts großartiges mehr auszusetzen haben.
wenn mensch einmal davon absieht, dass mal wieder mit über halbjähriger verspätung ein haushalt beschlossen werden könnte, gibt es noch einen kleinen formalen aspekt, den hopowatch einmal mehr in die haushaltsdebatte einbringen möchte.
seit anfang 2007 gilt eine neue verordnung für die haushalts- und wirtschaftsführung der studierendenschaften in nrw die sogenannte hwvo. dieser verordnung wurden seinerzeit ein paar anhänge beigelegt, die unter anderem musterformulare für die amtsübergabe und beispiele für haushaltspläne umfassten.
zur besseren übersichtlichkeit könnte, wie manche hoponasen schon seit längerem fordern, der haushaltsplan nach der mustervorlage formatiert werden. hierbei stehen sich einnahmen und ausgaben direkt gegenüber und mensch könnte auf komische “*#”-symbole ohne direkten verweis auf den passenden titel verzichten um deckungsfähige oder verstärkende titel übersichtlich darzustellen.
die hwvo erklärt diese titel übrigens so:
Im Haushaltsplan kann bestimmt werden, dass Mehr- oder Mindereinnahmen, die in sachlichem Zusammenhang mit bestimmten Ausgaben stehen, die betreffenden Ausgabeansätze erhöhen oder vermindern. Der Haushaltsplan kann Haushaltsvermerke, insbesondere zur Deckungsfähigkeit und zur Verstärkung von Titeln vorsehen.
hopowatch hat dies, inspiriert vom “Muster zu § 3 HWVO für einen Haushaltsplan (einschließlich Gruppierungsplan)”, einmal beispielhaft für die zusammengehörenden titelgruppen 21XX und 61XX vorbereitet:

als kleine anmerkung zum schluss sei noch erwähnt, dass eigentlich nur das rechnungsergebnis des “vorvergangenen” haushaltsjahres im haushaltsentwurf aufgeführt werden muss. in diesem fall, also das rechnungsergebnis von 2006. das mit spannung erwartete rechnungsergebnis 2007 liefert aber sicher antworten auf die eine oder andere im sp unbeantwortet gebliebene frage und so präsentiert hopowatch an dieser stelle schon mal einen kleinen vorgeschmack…



Zu diesem Problemzusammenhang existiert ein anderer Vorschlag des Haushaltsausschuss von Anfang 2007, den der Finanzreferent noch umzusetzen gedenkt. Da ein Haushalt in Haushaltsausschuss und SP abschnittsweise abgestimmt wird, erschien eine Änderung im laufenden Verfahren (der Haushalt wurde vor AStA-Bildung eingebracht) als nicht sinnvoll.
wie genau sah dieser vorschlag von damals denn aus?
zum verfahren bleibt eigentlich nur anzumerken, dass in das laufende verfahren zum einen eh schon ein ganzer haushalt verändert bzw. aktualisiert eingebracht wurde und zum anderen auch ein haushaltsplan in der hier vorgeschlagenen form “abschnittsweise” gelesen werden kann.
nun ist ja weder die hwvo änderung brandneu, noch gab es seit den hha-vorschlägen nicht wenigstens einen entwurf für einen nachtragshaushalt und einen entwurf für einen haushalt. es stellt sich also schon die frage wieso die hha- oder hwvo-vorschläge nicht bereits allerspätestens in den haushaltsentwurf 2008 eingearbeitet wurden.
irgendwie ist sich das angucken von haushalten anderer studischaften echt interessant. vielleicht könnte man einen kleinen workshop in potsdam (fzs-MV in einer woche) dazu machen.
hier so ein kleiner vergleich, der HH aus mainz, vergleichbare studizahlen, nur leicht niedrigerer studibeitrag.
unsere AEn sind viel niedriger, aber wenn ich es richtig gerechnet habe, habt ihr in ms ca. 13 bafög-sätze für alle und wir haben zur zeit 11 bafög-sätze für unsere fast 40 refs (jedeR bekommt das gleiche - nur vorsitz 1,5 normale AE -, es wird jeden monat neu geteilt, falls sich die menschenzahl verändert).
aber unsere autonomen kriegen dafür echt viel mehr: (zahlen von 2004, es wird sich kaum was verändert haben, ganz besonders, weil wir unsere autonomen ja lieben)
- fachschaftenreferat und fachschaften 86000 euro
- schwulenreferat 14000 euro (davon 4000 einnahmen durch die schwulenpartys)
- frauenreferat (ehemals frauen- und lesbenreferat) 42000 euro
- ausländerInnenreferat 12000 euro
- behinderten- und chronisch kranken-referat 8000 euro
… wir haben kein fikusreferat…
dabei sind die AEn natürlich nicht drin..
mmmm, rudi, was machst du denn mit dem ganzen geld?
unsere stuparierInnen kriegen sitzungs- und fraktionsgeld, unsere wahlhelferInnen (arme fachschaftlerInnen) kriegen lutscher und ruhm. (und echt ärger von und mit den doofen hopo-freaks)
kann man sich eueren haushalt wo im netz finden? also ganz?
gruss,
adeline
Für Interessierte aus Mainz, Münster und anderswo: Beschlossene Haushalte finden sich unter http://web.uni-muenster.de/stupa/index.php?cat=4&top=4 online.
Am Montag, 19. Mai steht der Haushalt im StuPa auf der Tagesordnung (18 Uhr c.t. im S 8, Schloss).
Den neuen Haushalt gibt es noch nicht im Netz, die alten dort:
http://web.uni-muenster.de/stupa/index.php?cat=4&top=4
Viel dürfte sich aber nicht geändert haben.
Zumindest nicht grundsätzlich.
Und wo gibt es den aus Mainz?
http://www.asta-uni-mainz.de/index.php?option=com_docman&task=cat_view&gid=96&Itemid=389
ups, hatte gar nicht mehr gesehen, dass es antworten gab.
hier der link zu einem alten HH (naja, mit der transparenz und öffentlichkeitsarbeit happert es ein bisschen in mainz
)
die kommentare 4 und 5 sind im spam-ordner gelandet und deshalb erst so spät aufgetaucht.