der stura der uni jena hat beschlossen nicht mehr dem “dem verband” angehören zu wollen und ist aus dem freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) ausgetreten.
hopowatch dokumentiert an dieser stelle kommentarlos eine stura-pm:
StuRa beschließt Austritt aus Dachverband
Mittel zur Förderung bundesweiter Interessenvertretungen bleiben erhalten
Der Studierendenrat (StuRa) der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat auf seiner Sitzung am 08. Juli 2008 den Austritt aus dem fzs e.V. (freier zusammenschluss von studentInnenschaften) zum 31. Juli 2008 beschlossen. Damit reagierte er auf die seit längerem anhaltende Diskussion über die Arbeitsunfähigkeit des studentischen Dachverbandes. Lysett Wagner, Vorstandsmitglied des StuRa: „Wir wollen einen bundesweit agierenden studentischen Dachverband. Der fzs wird dieser Funktion in unseren Augen nicht gerecht.“
Wesentliche Kritikpunkte waren die fehlende Repräsentanz im Osten, ein zu lobbyistisch orientiertes Agieren und eine verfehlte Personalpolitik. Daneben rügte die Studierendenvertretung, dass innerhalb des fzs zu wenig auf die Einbindung divergierender Interessen und alternativer Ansätze in der Vertretungsarbeit geachtet wird. Nach der Debatte um die finanzielle Konsolidierung des Verbandes hatte es sich auch nach zwei Mitgliederversammlungen abgezeichnet, dass besonders die hierarchischen, beteiligungsfeindlichen Strukturen, hinderlich für eine erfolgreiche und nachhaltige Arbeit sind. StuRa-Mitglieder waren teils seit Jahren in verschiedenen Gremien des fzs tätig gewesen.
Anne Jerosch, StuRa-Mitglied, kommentierte den Austritt mit den Worten: „In der letzten Zeit hat die sichtbare Aktivität des fzs deutlich abgenommen. Dies war vor allem bei den Protestbewegungen und bei den aktuellen hochschulpolitischen Ereignissen zu sehen. Für die Jenaer Studierenden war schließlich eine weitere Mitgliedschaft, zumal bei steigenden Kosten, weder effektiv noch vermittelbar.“ Sie betonte gleichzeitig, dass dieser Austritt nicht wegen der pauschalen „zu teuer“-Kritik des RCDS beschlossen wurde, sondern nach langer inhaltlicher Debatte über die fehlenden Perspektiven des Verbandes.
Der StuRa sieht jedoch auch nach dem Austritt die Notwendigkeit länderübergreifend agierender Strukturen, um die Interessen aller Studierenden zu vertreten. Darum bleiben die im Jahreshaushalt verzeichneten fzs-Mitgliedsbeiträge von ca. 11.000 Euro auch weiterhin zur Unterstützung bundes- und landesweiter Projekte wie z.B. dem Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) oder für Einzelprojekte des fzs eingestellt.


herzlichen glückwunsch!
und während in münster die juso-hsg für sich beansprucht, über die freiwerdenden mittel (ca. 22.000 euro jährlich) verfügen zu wollen, ist man sich in jena offenbar schon einig, an überregionaler vernetzung festhalten zu wollen und die mittel weiterhin dafür zu verausgaben. bleibt nur zu hoffen, daß hier niemand auf die idee kommt, für das geld eine weitere lat-ko-stelle einzurichten…
… oder es in die Baracke zu investieren…
“… dass besonders die hierarchischen, beteiligungsfeindlichen Strukturen hinderlich für eine erfolgreiche und nachhaltige Arbeit sind.”
Hihi, das ist gut!
Ach so, und der AStA der Uni Frankfurt ist mittlerweile auf Antrag der grünen offenen Liste hin auch ausgetreten.