hopowatch nimmt verwundert zur kenntnis, dass die kürzlich aus dem amt geschiedene asta-vorsitzende bereits ein neues amt bekleidet.
kleinedrehtürschwingend
November 2, 2009 von flow
Veröffentlicht in parlamentarismus, verschwörungstheorie | 16 Kommentare
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Potzblitz! Da ist mir doch glatt mein Vanillekipferl in den Tee gefallen…
…
Sprache verschlagen…
aber wenn man ehrlich ist und sich anguckt, wieviele ehemaligen AmtsträgerInnen der Hochschulpoitik jetzt bundesweit in Rektoraten arbeiten, wäre sicher eine Aufschlüsselung nach (damaliger) Hochschulgruppe sehr erkenntnisbringend. Meine bisherige kleine empirische Beobachtung wird hier nur verstärkt…
was man so für drei oder vier studentische stimmen für die rektorwiederwahl macht.
Tja wenn die Studis da überhaupt mal ne wichtige Rolle spielen würden. Mal ehrlich das wird doch ganz woanders, zB im Hochschulrat usw. entschieden.
Geklüngel bei der Juso-HSG? Ja, klar! Wo denn bitte nicht?
Aber vier Stimmen für die Wiederwahl? Bitte aufm Teppich bleiben!
is doch super, wir jusos habens einfach drauf. ich bau ne pipeline und ninja schleimt bei nelles.jedeR auf seinem oder ihrem niveau.
Freut mich für die junge Frau.
Normalarbeitsverhältnisse sind dieser Tage ja eher rah gesät. insofern verstehe ich die häme eher nicht. zumal jenes wohl kein politisches mandat ist.
Es ist völlig irrelevant, ob dieser Job ein politisches Mandat ist. AStA-Vorsitzender zu sein, ist ein politisches Mandat. Es ist unwahrscheinlich, dass sich die AStA-Vorsitzende während ihrer Vorsitzerei bewusst so verhalten hat, dass sie diesen Job kriegt. Sie hat den Vorsitz wahrscheinlich einfach so gemacht, wie sie ihn für richtig gehalten hat. Das Problem ist eher, dass diese Art und Weise exakt so war, wie die Rektorin es haben wollte. Den Job als persönliche Referentin zu kriegen ist nur eine besonders klare Bestätigung dafür.
Soso, alles ein Plan. Rektoratskonforme Politik machen, um dann den Job der persönlichen Referentin zu bekommen, der immer zum passende Zeitpunkt gerade frei wird. Geschickt gemacht. Chapeau!
Ja, es gibt Menschen, die nach der Hopo – noch vor der Vollendung des 40. Lebensjahres – ins reale Arbeitsleben eintreten.
man könnte eigentlich die Situation andersrum betrachten:
Nicht aus der Sicht einer vermeintlich karrieregeilen Personengruppe. Sondern den Blick darauf legen, dass eine bestimmte Personengruppe in ihren Bewerbungen für bestimmte Jobs scheinbar besonders erfolgreich ist.
Klar, einige Menschen hier würden sich nie bewerben. Schön. Nicht jedeR kann von seinen Idealen leben und andere denken sogar, dass man tatsächlich versuchen kann, „von innen“ etwas zu verändern. Mit mehr Erfahrungen und mehr Kenntnissen den Job an jemanden zu verlieren, der das passendere Parteibuch unter HochschulmitarbeiterInnen hat, lässt solche Fragen stark aufkommen.
wobei ich zugeben soll: persönliche Referentin der Rektorin innerhalb von gerade mal 6 Monaten ist schon ein bisschen schnell, sogar für idealistsich-realistischen RevolutionärInnen…
@166mhz:
Wenn man nicht auf das „eingeht“, was der Vorredner gesagt/geschrieben hat („Es ist unwahrscheinlich, dass sich die AStA-Vorsitzende während ihrer Vorsitzerei bewusst so verhalten hat, dass sie diesen Job kriegt.“), sondern auf das genaue Gegenteil („Rektoratskonforme Politik machen, um dann den Job der persönlichen Referentin zu bekommen…“) ist das keine Diskussion, sondern wirr.
Wieso stellt dann niemand eine Anzeige wegen Vetternwirtschaft? Das ganze war schliesslich eine europaweite Ausschreibung und die Bewerbungen wurden von einer unabhängigen Gruppe gesichtet und bewertet. Das heisst schliesslich, das dort mindestens ein Dutzend Leute bestochen worden sein müssen. Oder die Person, die den Job bekommen hat, ist unabhängig von persönlichen Kontakten und Parteibuch einfach die Beste gewesen. Das würde allerdings natürlich bedeuten, das die hier jammernden Leute einfach nur neidisch sind.
Ich möchte es mal so sagen: Manche schaffen es, so tief in den rektoralen Arsch zu kriechen, daß sie oben wieder raus kommen…
Wie bizarr das ganze ist, sieht man hieran: Gleich in der ersten Woche in der die ehemalige AStA-Vorsitzende, und damit Vertreterin der Studierendeninteressen als persönliche Referentin der Rektorin arbeitet stellt ebendiese Rektorin Strafanzeigen gegen Studierende und lässt die Polizei auf dem Campus anrücken um die Aula zu räumen. Vor einem halben Jahr noch hätte sie den betroffenen Studierenden beigestanden, Ihnen Rechtsbeistand zugesichert und das Vorgehen der Rektorin verurteilt (hofft man zumindest) – und jetzt ist sie selber darin verstrickt…
Also ich finde das witzig. Das ging ja enorm schnell.
Mal sehen wer als nächster ein Upgrade erfährt. Letztendlich eifern wir doch alle Boris Palmer nach. Karrieresprungbrett AStA. Witzkomrausdubistumzingelt. Oder so.
Die FK bleibt echt.
Grüße an euch alle aus dem farbigen Nippon!