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Archive for September 2007

wenn der freundlichlächelnde und friedliebende Dalai Lama am 20. und 21. september die uni münster besucht, kann mensch dies im internet live miterleben. so kann zum einen die verleihung der ehrendoktorwürde und zum anderen die diskussion mit ausgewählten vertreterInnen von nrw graduate schools per internetstream mitverfolgt werden.

gerüchten zufolge soll zur natürlichen technisch bedingten noch eine kleine künstliche verzögerung der übertragung hinzuaddiert werden. nun ist diese idee ja, dank michael moore bei den oscars und janet jackson beim superbowlfinale, nicht unbedingt neu. aber ist dieses verfahren – so es denn eingesetzt werden soll – einem demokratisch freiheitlichen diskurs würdig?

elektroschockierend

wie andernorts mit ungebetenen fragen umgegangen wir, hat jüngst ein studierender in florida am eigenen leib erfahren. nach politblog-berichten wurde er bei einer diskussionsveranstaltung an der universität von florida von sicherheitskräften mittels elektroschocker zum schweigen und ins gefängnis gebracht, als er auf die beantwortung seiner frage insistierte.

der student wurde nach massiven protesten und solidaritätsbekundungen zwischenzeitlich wieder freigelassen.

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der asta der uni münster ist momentan, dem vorbild der uni folgend, auf einem kleinen selbstfindungstrip. hopowatch berichtete, dass der asta schon länger auf der suche nach einem image und neuerdings auch einem logo ist. nun hat der asta zum logovoting ausgerufen und drei alternatien zur internetabstimmung gestellt.

hopowatch ruft hiermit zur logodiskussion auf und bietet hierfür seine kommentarfunktion an.

die logoauswahl, zitiert und (für den anfang) kurz kommentiert:

1. das häusle

Markant, präsent, eigenständig. Und gegebenenfalls auch lautstark, wenn es um die Interessen der Studierenden geht. Der AStA ist eine starke Institution an der Uni Münster und fest verankert. Mit dem AStA-Haus im Logo soll der Ortsbezug deutlich hervorgehoben werden, das Haus „Links vorm Schloss“ (so heißt auch das AStA Magazin, dass ab Oktober wieder erscheinen wird) soll ein Symbol für den AStA werden, in dem alle Studierenden vertreten und beraten werden. Das eigene Haus ist vor allem ein Bild für die besondere Autonomie des AStA. Das andere Zuhause des AStA, seine Homepage (www.asta.ms), ist neben dem Haus die wichtigste Anlaufstelle für Studierende. Durch die Aufnahme der Endung „.ms“ wird dieses virtuelle Haus neben dem realen zu einer Institution. Und „.ms“ ist nicht „.de“ oder eine beliebiges Anhängsel: auch ohne den Bezug zum Internet steht MS für Münster. Und das ist wo der AStA, wo die gesamte Studierendenschaft der Uni ist und wo wir, die Studierenden, das Stadtbild prägen. Gegen diese Version des Logos spricht die momentane Unbekanntheit und es mag sicherlich Geschmacksache sein, ob alle Elemente des Logos in Kleinschrift dargestellt sein sollen und ob „Uni Münster“ ausgeschrieben werden soll oder nicht. Ihr habt die Wahl!

der beschreibung und sortierung nach scheint sich der asta schon entschieden haben zu wollen. deshalb nur ein paar wenige anmerkungen.

steht das logo für einen menschen, der den asta nicht kennt, wirklich für „markant, präsent eigenständig“ und „lautstark“ oder ist das häusle vielleicht die eigensinnige antwort auf die abschaffung eines anderen markanten und präsenten gebäudes in einem logo?

.ms steht übrigens nicht für münster sondern für montserrat.

2. der stern

Dieser Entwurf enthält auch das „.ms“, allerdings nicht im Namen direkt, sondern eher angegliedert. Es soll MASSIG und laut sein, sich aber dennoch nicht nur als Protest verstehen, sondern auch „stylisch“ wirken. Das „ASTA“ ist komplett groß geschrieben um „Räume“ zu füllen. Die Endung „.ms“ kommt in Kleinschrift daher, um die Assoziation mit dem Internetauftritt zu gewährleisten. Insgesamt sieht das Logo besser aus wenn es farbig ist, was allerdings nicht immer umzusetzen ist. Durch die Einfachheit des Logos und seine klaren Kanten wird das Logo präsenter und markanter. Allerdings kann eben die Einfachheit auch als Nachteil ausgelegt werden. Die mögliche Symbolik (der AStA wird aus der Mitte der Studierendenschaft bestimmt) wird nicht eindeutig bewusst. Die Bekanntheit dieses Entwurfs ist ebenfalls nicht gegeben und auch hier wird „Uni Münster“ nicht ausgeschrieben.

hierzu fällt mensch spontan nur folgendes ein: MASSIG? – voll fett, alder!

ach, und den stern, den hatten wir doch erst kürzlich schon einmal auf verschiedenen plakaten in und ausserhalb der studierendenschaft.

3. das logo

Dies ist das Logo, das der AStA momentan verwendet. Für seine Beibehaltung spricht, dass es einen recht hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat, da es schon seit einigen Jahren in Gebrauch ist. Auch die angestrebte Symbolik (der AStA steht in, aber auch vor der Studierendenschaft) kann überzeugen. Dennoch wurde in den letzten Jahren vermehrt eine Änderung gewünscht. Argumente, es zu ändern,sind unter anderem die Kleinteiligkeit (es besteht aus dünnen Linien, die sich bei schlechtem Drucken oder bei Verkleinerung leicht auflösen), dass die symbolische Bedeutung nicht leicht ersichtlich ist und nicht zuletzt dass es leicht als ASIA gelesen werden kann. Der T-Strich, der diesen kleinen, bedeutenden Unterschied macht, geht leider unter. Aus diesen Gründen habt ihr nun die Möglichkeit euch für ein neues, aber auch für die Beibehaltung des alten Logos auszusprechen.

das gute alte logo. hierzu nur die anmerkung.

das logo gibt’s ja wohl in verschiedenen „größen“? mensch sollte logos nicht direkt in (proprietären) wysiwyg-textverarbeitungsprogrammen vergrössern oder -kleinern, denn dann ist klar, dass mensch erst recht nicht das bekommt, was sie/er denkt zu sehen.

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das studierendenparlament der uni münster hat gestern, nach einer knapp vierstündigen diskussion, in geheimer abstimmung beschlossen nicht aus dem fzs auzutreten. die frage, ob die uni münster aus dem fzs austreten soll, beantworteten 13 parlamentaristInnen mit ja und 14 mit nein.

so gelang es keiner seite, trotz aufbietung zahlreicher funktionärInnen aus nah und fern (in räumlicher wie temporärer sicht), die politischen gegenerInnen von der jeweiligen sache zu überzeugen.

es bleibt spannend, ob noch ausstehende entscheidungen des studierendenparlaments, die einer qualifizierten mehrheit bedürfen, eine finden werden.

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niemand hat die absicht aus dem fzs auszutreten

so oder so ähnlich scheint die diskussion um die perspektive des studentischen dachverbands fzs – begleitet von zahlreichen austrittsdrohungen und austritten – in den letzten monaten zu laufen. nun ist das thema auch in münster angekommen. im studierendenparlament soll heute abend, auf antrag der uni-gal, über den austritt aus dem fzs beraten werden.

der asta schreibt in seinem aktuellen newsletter:

Ob der Austritt vollzogen werden kann, wird von der Anwesenheit der Parlamentarierinnen und Parlamentarier, ihrem Stimmverhalten, Zeitressourcen… abhängen.

es hängt laut asta also zum einen davon ab, ob eine mehrheit für den austritt zustande kommt und zum anderen, ob aufgrund von zeit, lust und verzögerungstaktik überhaupt über das thema debattiert werden wird.

die uni münster ist eine der mitglieder- und damit zahlungsstärksten mitgliedshochschule im verband und deshalb werden laut asta alle geschütze aufgefahren:

Vorstandsmitglieder des fzs haben sich bereits angekündigt, um den Austritt zu verhindern.

zum umgang des fzs-vorstands mit der gegenwärtigen krise im verband sei auf einen aktuellen nd-artikel vom letzten freitag verwiesen:

Augen zu und durch

Die Krise des studentischen Dachverbandes fzs lässt den neuen Vorstand kalt

Der studentische Dachverband fzs (»freier zusammenschluss von studentInnenschaften«) befindet sich nach dem Austritt einiger Studierendenvertretungen und internen Streitigkeiten um den künftigen Kurs des Verbandes in einer Krise. Im neu gewählten Vorstand der Organisation, die nach eigenen Angaben die Interessen von über einer Million Studierenden vertritt, will man davon aber offenbar nichts wissen.

ein weiterer grund warum heute ein spannender abend zu werden scheint.

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im zuge der aktion „pimp my wahlordnung“ soll sich nach dem willen der ag-wahlen auch bei den fachschaften etwas ändern. es geht um eine satzungsänderung und eine neue ordnung, die die zuordnung von studierenden zu fachschaften regeln soll. in dieser ordnung tauchen nicht alle aktuell existierenden fachschaften der uni münster auf, was den (ersten) eindruck erweckt, dass dadurch die eine oder andere fachschaft de facto abgeschafft wird.

der ag-wahlen zufolge wird diese ordnung notwendig, da die rechtsaufsicht der uni münster eine solche ordnung bereits mehrfach angemahnt habe. darüber hinaus sollen dadurch offensichtlich probleme umgangen werden, die „bei der Neugründung von Fachschaften und dem Neuentstehen von Fächern“ entstehen:

Die „Auslagerung“ der Zuordnung vereinfacht ihre Aktualisierung beim Entstehen neuer Fächer, da die Hürde der 2/3 Mehrheit einer Satzungsänderung umgangen wird.

wie nun mit den fachschaften in der satzung bzw. fachschaftsneugründungen konkret verfahren werden soll, wird hier nicht ganz deutlich. müssen neue fachschaften nun weiterhin in die satzung eingetragen werden oder nicht? wenn ja dann besteht die „Hürde der 2/3 Mehrheit“ ja weiterhin und wenn nicht, dann hat die studierendenschaft der uni münster bald ein paar fachschaften weniger.

also eine solche zuordnungsordnung könnte das leben vieler fachschaften deutlich erleichtern, aber es scheint noch unklarheiten bei wahlfachschaften aber auch bei der zuordnung zu gleichberechtigten fächern zu geben. und auf fachschaftsneugründungen scheint sich diese änderung weder positiv noch negativ auszuwirken.

die fachschaften der uni münster wurden (ersten recherchen zufolge) nicht über diese diskussion informiert. aber das entspricht wohl dem charakter und politikverständnis dieser neuartigen und vorgeblich neutralen politikberatung.

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auf der heute abend stattfindenden sitzung des studierendenparlaments wird es vorwiegend um formalitäten bei den wahlen der verfassten studierendenschaft gehen. so sollen die beratungsresistenten sp-parlamentaristInnen nun von einer wahlverstehenden expertInnen-gruppe, die mit dem unscheinbaren namen „AG-Wahlen“ und einer aufwandsenschädigung ausgestattet wurde, von bestimmen änderungen in satzung und wahlordnung überzeugt werden.

da für den einen oder anderen änderungsantrag noch weitere recherchen notwendig sind, folgen im folgenden ein paar gedanken zur idee der agentur wahlen eine sogenannte „Listenbeschränkung“ einzuführen. die ag wahlen schlägt vor die wahlordnung folgendermaßen zu ändern:

(2) Gewählt wird nach Listen, die aufgrund von gültigen Wahlbewerbun-
gen aufgestellt werden. Eine Wahllise besteht aus maximal 62 Kandidatinnen/Kandidaten. Die Listen enthalten die Namen der Kandidatinnen/Kandidaten. Die Wahlbewerbung enthält die Wahlliste mit der Aufstellung der Kandidatinnen/Kandidaten, deren Einverständiserklärung und gegebenenfalls eine Unterstützerliste.
Näheres regelt § 8.

die agentur denkt durch diesen vorschlag verringere sich „der Anreiz, bei der
Suche nach KandidatInnen dubiose Mittel anzuwenden.“ desweiteren führt sie organisatorische vorteile für den zwa aus.

wenn mensch einmal davon absieht, dass dadurch bestimmte listen daran gehindert werden würden über hundert solikandidatInnen mit hausierermethoden oder gleichem parteibuch zu akquirieren, stellt sich aus demokratietheoretischer sicht die frage, ob dieser vorschlag nicht das gegenteil bewirkt und eine allgemeine, unmittelbare, freie, geheime und gleiche wahl in passivem wie aktiven wahlrecht einschränkt.

wahlrechtsexperte Hans Friester erläutert das problem kurz an einem plastischen beispiel:

Es kommt aus der Mischung von Personen und Listenwahl.

  1. Bei der Listenwahl ist es meiner Ansicht nach legitim die Listen zu begrenzen auf die Anzahl aller SP-Sitze plus X mögliche StellvertreterInnen
  2. Bei der Personenwahl ist es nicht zu begründen, warum nicht jede/r auf jeder Liste antreten kann, die er/sie unterstützen will, also wenn es 150 RCDS-Anhängerinnen gibt und die unter dem RCDS antreten wollen ist es ja ihr Recht.

vielleicht sollten sich die damen und herren parlamentaristInnen einmal gedanken über das system als solches machen. aber da das strukturkonservative dehondsche listenpersonenwahlsystem der münsterschen studierenschaft selbsterhaltend ist, wird es hierzu wahrscheinlich nicht kommen.

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selbsttherapierend

am kommenden montag, 17.09. findet um 18:15 uhr im f9 (f-haus) die nächste (22.) sitzung des studierendenparlaments der uni münster statt. die sitzung steht unter dem motto selbsttherapierung, da die parlamentaristInnen sich überwiegend mit sich und ihrem (parlamentaristischem) system beschäftigen. so stehen zahlreiche satzungs- und wahlordnungsänderungen und sogar die schaffung ein neuer ordnungen an.

die tagesordnung ist mit zahllosen neuen und alten und neuen alten themen ziemlich überladen. da verwundert es auch ein wenig, dass nur zu einer sitzung und nicht gleich zu mehreren geladen wurde. die sortierung und priorisierung bestimmter tagesordnungspunkte verwundert weniger und so scheint das studierendenparlament weiterhin darauf verzichten zu wollen, sich aus bestimmten gremien der studierendenschaft zeitnah berichten zu lassen.

hopowatch wird sich – der übersichtlichkeit halber – in mehreren artikeln mit ausgewählten themen der sitzung beschäftigen.

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