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Archive for Januar 2008

das studierendenparlament (sp) scheint auch in dieser legislatur mit der öffentlichen einladung noch startschwierigkeiten zu haben. so wurden die damen und herren parlamentaristInnen und vielleicht auch der asta-vorsitzende zur nächsten sitzung eingeladen, nicht aber die interessierte öffentlichkeit. verschwörungstheoretikerInnen könnten nun wieder annehmen, dass es was zu verheimlichen gibt.

die 2. sitzung des 50. studierendenparlaments findet am kommenden montag, 21.01. um 18 uhr im s8 (schloss) statt. auf der tagesordnung stehen unter anderem:

Antrag des AStA

hinter dieser nichtssagenden tagesordnungspunktbenamsung verbirgt sich ein finanzantrag in höhe von 1963,50 €. der asta beantragt nachträglich geld für ein (gegen-)gutachten bzw. eine rechtsauskunft zur frage der steuerpflicht des asta. der antrag mutet ein wenig tendenziös und nachtragend in seiner begründung an.

Antrag auf Änderung des Pressestatuts der Studierendenschaft der Universität Münster

mit diesem antrag soll das herausgeberInnengremium vergrößert werden, wodurch es ein bisschen arbeitsfähiger und weniger unabhängig gemacht werden soll.

Antrag auf Einrichtung eines Initiativeausschusses

anträge von studentischen initiativen sollen in einen ausschuss outgesourct werden, damit das sp nicht mehr so lange über diese anträge debattiert, sondern mit anderen endlosdebatten seine zeit vertreiben kann. da immer mehr initiativen general studies-abrechenbar werden, sollte das gesamte studierendenparlament lieber zuerst einmal die frage klären, welche initiativen sie überhaupt noch finanziell unterstützen will bzw. wie mit den veränderten rahmenbedingungen umgegangen werden soll.

auf der einladung wurde übrigens der top „bestätigung von asta-referentInnen“ vergessen.

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im januar versucht das schwulenreferat der uni münster in zwei veranstaltungen wissenschaftlich zu klären wie „Konservatismus und Homosexualität“ zusammen passen. eine vortragsveranstaltung am 23.01. und eine podiumsdiskussion am 30.01. versuchen dieses phänomen ein wenig zu beleuchten.

das schwulenreferat umreisst das problem folgendermaßen:

In Zeiten in denen Fragen zur Einstellung gegenüber Homosexualität in Einbürgerungstests mitentscheiden sollen, ob Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen dürfen, ist es an der Zeit ein wichtige Frage zu stellen: Wird Homosexualität von den Konservativen nur stillschweigend geduldet, oder existiert tatsächlich ein eigener konservativer Weg zur homosexuellen Emanzipation?

Weitere Fragen die im Mittelpunkt stehen werden sind: Welche Diskrepanzen gibt es zwischen klassischen konservativen Werten wie Familie, Religion oder Nationalstolz und einem selbstbestimmten und gleichberechtigten Leben von Schwulen und Lesben?

unter dem motto „Patriotic Fags? Familienglück – Leitkultur – Nationalstolz“ analysiert die philosophin und queer-theoretikerin dr. phil. Antke Engel konservative wertvorstellungen, um unter anderem zu erläutern, welches spannungsfeld für homosexuelle damit entsteht. im anschluss an den vortrag darf diskutiert werden.

am 30.01. findet eine podiumsdiskussion zum thema „Homosexualität und Konservatismus in der gesellschaftlichen Praxis“ statt. Josef Messing (cdu münster), Georg Butterwegge (lesben und schwule in der union nrw) und Markus Gutfleisch (verband ‚homosexuelle und kirche’) werden mit dem publikum die frage diskutieren, welche praktischen antworten in politik und gesellschaft für konservative homosexuelle existieren.

die termine noch einmal kurz zusammengefasst:

Patriotic Fags? Familienglück – Leitkultur – Nationalstolz
Wissenschaftlicher Vortrag von Dr. phil. Antke Engel
Termin: Mittwoch, 23. Jan. 2008, 20 Uhr
Ort: Hörsaal S9, Schloss, Schlossplatz 2, Münster

Homosexualität und Konservatismus in der gesellschaftlichen Praxis
Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft
Termin: Mittwoch, 30. Jan. 2008, 20 Uhr
Ort: Hörsaal S9, Schloss Münster

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in der letzten zeit kam es in münster wieder vermehrt zu vergewaltigungen nach verabreichung von so genannten „K.O.-Tropfen“. „K.O.-Tropfen“ sind drogen („Liquid Ecstasy“), die ihre opfer willenlos und später bewußtlos machen. die tropfen werden von den tätern unbemerkt in ein offenes getränk gegeben. meistens geschieht dies in diskos, kneipen oder auf parties.

das frauenreferat der uni münster hat nun einen flyer erstellt, der frauen über k.o.-tropfen informiert und zeigt was präventiv getan werden kann, damit es gar nicht erst zu einer vergewaltigung kommen kann:

Wie wirken K.O.-Tropfen?

Wie merke ich, dass ich K.O.-Tropfengenommen habe?

Was kann ich präventiv tun?

Wie reagiere ich, wenn ich den Verdacht habe K.O.-Tropfen genommen zu haben?

Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht/ gesehen haben, dass einer Frau K.O.-Tropfen gegeben wurden?

des weiteren listet der flyer anlauf- und beratungsstellen auf, wohin betroffene frauen sich wenden können:

  • Frauen-Notruf (Tel.:34443) Beratung für vergewaltigte und sexuell belästigte Frauen und Mädchen e.V.
  • Zartbitter Münster e.V. (Tel.:41 40 555) Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt für Jugendliche ab 14 Jahren, Frauen und Männer
  • Beratungsstelle Frauen helfen Frauen e.V. (Tel.:6 76 66) auch onlineberatung
k.o.tropfen flyer_aussen
k.o.tropfen flyer_innen

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der fachschaftsrat (fsr) jura kritisiert in einer stellungnahme das verhalten des rcds auf der konstituierenden sitzung der fachschaftsvertretung (fsv) jura am vergangenen montag. so gibt es offenbar eine etwas unglückliche regelung in der satzung der fachschaft jura, die es der größten liste bzw. fraktion im fsv ermöglicht alle mitglieder des fsv-vorstandes zu bestimmen.

die stellungnahme des fsr jura:

RCDS sorgt für Eklat

Der Fachschaftsrat Jura kritisiert scharf das Vorgehen des RCDS in der konstituierenden Sitzung der Fachschaftsvertretung Jura (FSV) am 7. Januar 2008.

In der Vergangenheit haben alle in der FSV vertretenen Listen (Aktive Fachschaftler, JumP! und die Kritischen Juristinnen und Juristen) versucht, konstruktiv zusammen zu arbeiten und so einvernehmlich die tägliche Arbeit des Fachschaftsrates zu unterstützen und mit zu gestalten. Demokratieverständnis und Respekt vor den Vorstellungen der anderen äußerten sich unter anderem auch in der Tradition, unabhängig von der Sitzverteilung je ein Mitglied pro Liste in den Vorstand der FSV zu wählen (wie es im übrigen nicht nur im Münsteraner Studierendenparlament, sondern auch in allen deutschen Parlamenten üblich ist) um so einen fairen Umgang innerhalb des Gremiums zu fördern.

Nicht so der RCDS. Der in diesem Jahr neu in die FSV gewählte RCDS verhinderte die Aufnahme des Vertreters der Kritischen Juristinnen und Juristen in den Vorstand mit seiner knappen Mehrheit von sieben Sitzen (der RCDS erhielt bei der letzten Wahl insgesamt 419, die Kritischen 409 Stimmen) und provoziert damit von vornherein Konflikte zwischen den Listen.

Nach Jahren ohne Erfahrung mit der Arbeit innerhalb der FSV könnte der RCDS die Unterstützung und den Rat der schon lange in der Fachschaft aktiven Listen eigentlich gut gebrauchen, aber zumindest die Kritischen Juristinnen und Juristen verprellt der RCDS bereits in der ersten Sitzung mit seinem undemokratischen, stillosen Taktieren.

Es wird somit schon jetzt deutlich, dass der RCDS kein Interesse an einer sachlichen und konstruktiven Zusammenarbeit hat. Des Weiteren befürchtet der Fachschaftsrat nach diesem Vorgeschmack ebenfalls Opfer einer solch unüberlegten Politik, und als Gremium, auf die Rolle einer Serviceagentur reduziert zu werden. Engagement für die Studierenden ist für uns selbstverständlich, es ist jedoch nicht ohne die Möglichkeit eigenständig Entscheidungen zu treffen und umzusetzen denkbar.
Eure Interessen sollen am Fachbereich verantwortungsvoll vertreten werden!

Bleibt fair!!! Euer Fachschaftsrat Jura

parlamentarismusausreizend?!

fachschaften neigen, wie schon mehrfach auf hopowatch berichtet, in der regel seltener zum parlamentarismus, aber dieser fall hat damit vielleicht auch schon gar nichts mehr zu tun. wenn schon parlamentarismus gespielt wird, dann sollte das parlamentaristische miteinander im idealfall nach möglichst demokratischen spielregeln verlaufen.

im fall des fsv-vorstandes wäre wohl ein listenwahlverfahren sicherlich die logischere und demokratischere lösung.

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im kommenden sommersemester wird es mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit keinen erneuten versuch geben studiengebühren an der uni münster zu boykottieren. so hat sich bereits vor weihnachten abgezeichnet, dass es mit dem studiengebührenboykott für das sommersemester wohl nichts mehr wird. daran kann eine kurz vor weihnachten ins leben gerufene boykottgruppe wohl auch nichts mehr ändern.

das studierendenparlament hat das thema studiengebührenboykott verzögert und ausgesessen, so dass ziemlich schnell klar wurde, dass ein boykott schon allein aus zeitmangel kaum mehr zu stemmen ist, was andere hochschulen übrigens nicht davon abgehalten hat.

es scheint momentar unklar, in wie weit das sp und der asta nun noch für einen erneuten boykott sind oder nicht. als verzögernde maßnahme forderten die sp-parlamentaristInnenerst einmal, dass eine ausserparlamentarische boykottgruppe den ganzen boykott vorbereiten soll und dass sich die fachschaften und die fachschaftenkonferenz auch eine meinung dazu bilden sollen.

nun hat sich also eine boykottgruppe gebildet, die sich bereits vor weihnachten getroffen hat, um allgemeine organisatorische fragen eines boykotts zu diskutieren. auf diesem treffen wurde beschlossen, erst wieder im sommersemester (also zum wintersemester 08/09) einen studiengebührenboykottversuch zu starten, aber bereits jetzt mit der vorbereitung zu beginnen.

das nächste treffen der boykottgruppe findet heute abend um 20 uhr im plenumsraum des internationalen zentrums „die brücke“ statt. dort soll offenbar auch der beschluss über die boykottvertagung noch einmal diskutiert werden.

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neben einem möglichst unauffälligen privatleben, zur vermeidung vorratsdatenspeichernder auffälligkeiten, scheint sich auch an hochschulen der trend zum (vermeintlich unpolitischen) unauffälligen forscherInnendasein anzudeuten.

so scheint sich ein neuer trend an deutschen hochschulen einzuschleichen, dass kritische wissenschaftlerInnen durch unipräsidiale interventionen einfach nicht berufen werden oder dass kritikerInnen durch unipräsidial verordnete maulkorberlasse nicht mehr unkontrolliert mit medien sprechen dürfen.

der soziologe Karl-Heinz Heinemann vertritt in einem beitrag für die bdwi-zeitschrift forum wissenschaft die these, dass unser hochschulsystem „nicht Buntheit und Vielfalt, sondern einen mediokren Einheitsbrei“ produziert und auf eine „McDonaldisierung im Namen von Wettbewerb und Bologna“ zielt.

in einem telepolis-interview führt Heinemann aus, warum kritische wissenschaften heutzutage nicht mehr erwünscht sind:

Karl-Heinz Heinemann: Im Rahmen des Bologna-Prozesses ist eben jeder mit sich selbst beschäftigt. Die meisten Wissenschaftler haben genug damit zu tun, ihre eigenen Angelegenheiten zu sortieren oder ins rechte Licht zu rücken. Da fällt kaum auf, wo noch überall gekürzt und gestrichen wird.

telepolis: Dabei war Scharenberg kein Einzelfall, wie Sie sagen. Könnten Sie einige weitere Beispiele nennen?

Karl-Heinz Heinemann: Als es in Frankfurt vor einiger Zeit um die Berufung von Alex Demirovic ging, der erklärtermaßen die Kritische Theorie vertrat, hat sich der jetzige Präsident Rudolf Steinberg öffentlich damit gebrüstet, dass er seine Anstellung durch entsprechende Gutachten verhindern konnte. In Bremen werden die international sehr renommierten Lehrstühle für Behindertenpädagogik von vier auf zwei reduziert. Hier hatten Georg Feuser und Wolfgang Jantzen einen innovativen Ansatz vertreten, der gegen die Aussonderung und Stigmatisierung von Behinderten gerichtet war.

In Marburg wird die Nachfolge des Politikwissenschaftlers Frank Deppe blockiert. Deppe galt als letzter Vertreter der von Wolfgang Abendroth begründeten Schule marxistischer Politikwissenschaft. Als sein Schüler Dieter Plehwe auf der Berufungsliste auftauchte, zog es der Marburger Präsident Volker Nienhaus vor, den Lehrstuhl ganz zu streichen.

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