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Archive for Juni 2008

die frankfurter rundschau widmet dem münsteraner studierendenwerk einen langen artikel über luxuswohnheime und andere studierendenferne leistungen:

Einen der schicksten und teuersten Wohnheimplätze deutschlandweit offeriert das Studentenwerk in Münster – ein Angebot nicht nur für Studierende. Damit tritt es in Wettbewerb mit privaten Vermietern und spielt denen in die Karten, die ein Ende des Wohnheim-Monopols fordern.

Für 534,50 Euro gibt es das komfortable 38-Quadratmeter-Appartement mit Aussicht auf den Stadtsee. „Das kann ich mir nicht vorstellen. Davon habe ich noch nichts gehört“, sagt Achim Meyer von der Heyde, Generalsekretär des Dachverbandes DSW der 58 Studentenwerke, zum offenbar auch für ihn überraschend hohen Preis. Die Studierendenvertretung (Asta) der der Uni Münster befürwortet zwar einen Ausbau der Wohnheimplätze, kritisiert aber, dass hier in „Luxus“ statt in günstigen Wohnraum investiert wurde. „Wer sich ein solches Zimmer leisten kann, sollte auch auf dem freien Wohnungsmarkt keine Probleme haben“, sagt Sozialreferent Kai Grimm.

noch eine kleine anekdote am rande: die totale kommerzialisierung dieses kleinen fussballturniers, das momentan in zwei alpenrepubliken stattfindet, macht auch vor dem studierendenwerk nicht halt. so wurde einem studierenden, der nur zum abendessen in die mensa wollte, seine getränkeflasche abgenommen, die dieser dort nicht einmal verzehren wollte.

also sozial sieht irgendwie anders aus…

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die münsteraner grünen haben teile des geheimen gesinnungsests des nrw-innenministeriums im kopierer gefunden, mit welchem ausländischen studierenden und anderen menschen, die eine aufenthaltsgenehmigung benötigen, nachgewiesen werden soll, dass sie terroristInnen sind.

ein studierender der uni münster hat nun mit unterstützung des astas klage gegen diesen „gesinnungstest mit rassistischen fragen“ eingereicht.

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heute abend findet die nächste sitzung des studierendenparlaments (sp) der uni münster statt. das sp tagt um 18 uhr im s2 (schloss). zu dieser sitzung wurde sogar bereits (von offizieller seite) die internetöffentlichkeit eingeladen. leider wurde dabei vergessen die sitzungsunterlagen bereitszustellen.

folgende anträge werden neuerdings und immer noch behandelt:

mal wieder austretend

darüber hinaus soll mal wieder über den wiedereintritt in die wiederaustrittsdiskussion debattiert werden. es wurde zwei anträge beim präsidium auf austritt aus dem freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) gestellt. der erste antrag (pdf), mit einem recht populistischen titel, wurde mehr als fristgerecht eingereicht und da verwundert es doch wieso das präsidium hierfür keinen tagesordnungspunkt angesetzt hat. es folgte ein zweiter antrag (pdf) als linke reaktion auf die rechte austrittsforderung, nämlich ein eigener austrittsantrag. der letztere antrag wird allerdings ausführlich schriftlich begründet.

es verspricht ein unterhaltsamer abernd zu werden. kurzentschlossene sollte auf alle fälle popcorn einpacken.

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die fachschaftenkonferenz der uni münster kritisiert die geplante abschaffung der griechisch- und lateinkurse in einem offenen brief, den hopowatch an dieser stelle dokumentiert:

Offener Brief

Zur geplanten Abschaffung der Griechisch- und Lateinkurse an der WWU Münster

An die:
betroffenen Studentinnen und Studenten,
betroffenen Schülerinnen, Schüler und deren Eltern,
Schulleitungen im Kreis Münster,
sowie an die:
Fachbereichsräte der Fachbereiche Geschichte / Philosophie und Philologie
Senatorinnen und Senatoren der WWU

Liebe Studentinnen und Studenten, Schülerinnen und Schüler,
sehr geehrte Damen und Herren,

mit Erschrecken haben wir am Dienstag, dem 17.06., erfahren, dass die Leitungsgremien der Universität planen, die Griechisch- und Lateinkurse für Studierende der WWU zukünftig nicht mehr zu finanzieren. Dieses Lehrangebot ist wichtig für Studierende in den Studiengängen bzw. Fächern:

  • Anglistik
  • Buchwissenschaft und Textforschung
  • Byzantinistik
  • Frühchristliche Archäologie
  • Geschichte
  • Indogermanistik
  • Klassische Archäologie
  • Klassische Philologie
  • Kunstgeschichte
  • Philosophie
  • Religionswissenschaft
  • Romanistik

Für Studierende der Theologie sowie der Fächer der Altphilologie bleibt das obligatorische Angebot bestehen.

Nicht alle Schulen bieten Latein oder gar Griechisch an und VHS-Kurse parallel zur Schulzeit sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Kommerzielle Intensivkurse können sich viele Schülerinnen, Schüler und Studierende nicht leisten.
Wir bitten dringend die Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, ihre Beratungspraxis gegenüber den Schülerinnen und Schülern sowie gegenüber deren Eltern zu ändern. Was geschieht mit den Schülerinnen und Schülern, die bereits darauf vertraut haben, an der WWU die notwendigen Griechisch- und Lateinkurse besuchen zu können und darum in der Schule auf die entsprechenden Fächer verzichten? Wir wissen es nicht!
Zwar wurde in den Fachbereichen verschämt der Vorschlag gemacht, man könne die Kurse ja aus Studiengebühren bezahlen, aber gemäß den gesetzlichen Regelungen darf dieses Geld nur für eine Verbesserung der Lehre ausgegeben werden, und keinesfalls, um das bestehende Angebot zu sichern.

Wir fordern die Entscheidungsträger der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster auf, ein Zeichen gegen den kulturellen Verfall der Universität zu setzten und im Interesse der jetzigen und zukünftigen Studierenden eine angemessene Finanzierung der Griechisch- und Lateinkurse sicher zu stellen.
Wer Innovationen und Exzellenz wachsen sehen will, sollte den kulturellen Nährboden dafür nicht austrocknen lassen!

Fachschaft Archäologie
Fachschaft Germanistik
Fachschaft Geschichte
Fachschaft Musikwissenschaft
Fachschaftenkonferenz der WWU Münster

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die mitglieder der uni münster haben post bekommen. sie dürfen partiell demokratisch wählen, nämlich ihre vertreterInnen im, nach zensuswahlrecht zusammengesetzten, senat. und da hopowatch momentan wenig zeit zum bloggen hat, beschäftigen sich zum glück andere in mehr oder weniger investigativer weise mit dem senatswahlk(r)ampf der studentischen kandidatInnen und ihrem hang zur scheinunabhängigkeit.

die fachschaft politik klärt über die „unabhängigen“ listen in der philosophischen fakultät und ihrem fachbereich auf:

Im “Wahlkreis I Studierende FB06″ hat dieses Jahr der (ziemlich nichtssagende) Begriff der Unabhängigkeit augenscheinlich Hochkonjunktur und so gibt es zwei Listen mit dem Attribut “Unabhängig”.
Allerdings ist das besonders bei der “Liste Unabhängiger Studierender” ein wenig irreführend, da die KandidatInnen unbewusst (oder bewusst? – ein Schelm, wer Böses dabei denkt…) ihre Zugehörigkeit zu hochschulpolitischen Listen und Parteien verschweigen.

und um den informationswilligen studierenden die eigene recherche zu ersparen und die kandidatInnen ein bisschen zu profilieren, präsentiert die fachschaft die suchmaschinenergebnisse bezüglich der partei- und listenzugehörigkeiten und weiterer verbindungen:

Damit ihr eure Zeit nicht mit aufwändigen Recherchen vergeuden müsst, haben wir das für euch bereits getan und wollen die Ergebnisse hier für euch transparent machen (die Infos bekommt ihr auch per Suchmaschine eures Vertrauens oder durch einen Blick auf die Seiten der LSI und des RCDS):

interessant dürften solche recherchen sicher auch für andere fakultäten sein, wo die studierenden wohl in ähnlicher unabhängigkeitsvortäuschenden weise an der wählerInnennase herumgeführt werden sollen.

interessant wäre an dieser stelle noch die frage wie diese listen „unabhängigkeit“ definieren und wovon sie eigentlich unabhängig sein wollen?

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passend zur nationalpatriotistischen stimmungslage sei anlässlich des einzigen volksentscheids über den lissabon-vertrag auf eine aktion des politblogs verwiesen. das blogg hat eine initiative gestartet, autos und ähnliche dinge mit der irland-fahne zu beflaggen:

“IHR STIMMT NEIN ZU LISSABON?

Zeigt es! Hängt die irische Flagge in eure Fenster! Bringt sie am Auto an, als Button an euer Kleidung oder wo immer sie gut zu sehen ist!

Wir 495 Millionen anderen EU-Bürger mögen nicht gefragt werden zum Vertrag von Lissabon – wir stimmen aber trotzdem ab!

Helft mit, diese Aktion bekannt zu machen! Macht auf euren Websites Werbung, sagt Freunden und Bekannten Bescheid!

WIR SIND DAS VOLK!!!”

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auch in hessen wurden den semi-demokratischen oder besser senatistischen senaten von intransparenten, basisfernen hochschulräten alle wichtigen entscheidungskompetenzen abgenommen, inklusive einer realexistierenden möglichkeit der abwahl ihrer hochschulleitungen.

nachdem sich die politischen mehrheiten in der gruppe der professorInnen im senat der hochschule (vormals fh) darmstadt verschoben haben sollen, wollte der senat die hochschul-präsidentin abwählen und hat dies mit ihrem  „autoritären Führungsstil“ begründet. doch da hatte der hochschulrat etwas dagegen und legte sein veto ein. der zahnlose tiger senat hat sich nun nicht mehr damit zu befassen.

quellen: vorhernachher

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