Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘sexismus’ Category

in der letzten zeit kam es in münster wieder vermehrt zu vergewaltigungen nach verabreichung von so genannten „K.O.-Tropfen“. „K.O.-Tropfen“ sind drogen („Liquid Ecstasy“), die ihre opfer willenlos und später bewußtlos machen. die tropfen werden von den tätern unbemerkt in ein offenes getränk gegeben. meistens geschieht dies in diskos, kneipen oder auf parties.

das frauenreferat der uni münster hat nun einen flyer erstellt, der frauen über k.o.-tropfen informiert und zeigt was präventiv getan werden kann, damit es gar nicht erst zu einer vergewaltigung kommen kann:

Wie wirken K.O.-Tropfen?

Wie merke ich, dass ich K.O.-Tropfengenommen habe?

Was kann ich präventiv tun?

Wie reagiere ich, wenn ich den Verdacht habe K.O.-Tropfen genommen zu haben?

Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht/ gesehen haben, dass einer Frau K.O.-Tropfen gegeben wurden?

des weiteren listet der flyer anlauf- und beratungsstellen auf, wohin betroffene frauen sich wenden können:

  • Frauen-Notruf (Tel.:34443) Beratung für vergewaltigte und sexuell belästigte Frauen und Mädchen e.V.
  • Zartbitter Münster e.V. (Tel.:41 40 555) Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt für Jugendliche ab 14 Jahren, Frauen und Männer
  • Beratungsstelle Frauen helfen Frauen e.V. (Tel.:6 76 66) auch onlineberatung
k.o.tropfen flyer_aussen
k.o.tropfen flyer_innen
Werbeanzeigen

Read Full Post »

mit dem amtierenden asta der uni münster wurde auch eine neue publikation, die auf den namen „schlossgeist“ hört, ins leben gerufen. ziel dieser im zweiwöchigen turnus erscheinenden beidseitig bedruckten a4-seite sollte sein, den asta näher an die studierenden zu bringen.

die basisnähe sollte offenbar durch möglichst unpolitische und niveaulose artikel erreicht werden. so wunderten sich die studierenden der uni münster, denen dieser hochgeistige zettel in die hände fiel, fortan über die asta-meinung zu themen wie der kunst orgasmen vorzutäuschen und ähnlich nebensächlichen, aber aus sicht des asta für die studierenden wohl total relevanten, dingen.

manchen menschen im asta hat dieses niveau offenbar noch nicht gereicht und so flatterte hopowatch die zweite version einer schlossgeist-ausgabe zu, die offenbar für den internen bedarf produziert wurde und scheinbar zur belustigung der kollegen und vielleicht, wenn auch eher unwahrscheinlich, der kolleginnen dienen sollte.

bilderrätsel – finde die unterschiede:

schlossgeist version 1schlossgeist version 0

da wundert mensch sich dann wohl auch nicht mehr, dass es im asta mit geschlechtergerechter sprache auch nicht so richtig klappt.

Read Full Post »

frauentauschend

für ein grosses alljährlich stattfindendes hochschulsport- turnier in münster findet sich im bekanntesten kleinanzeigenmagazin der stadt folgendes inserat:

Gutaussehende Volleyballerin für Nikolausturnier im Tausch gegen unsportliche dicke Freundin gesucht.

für einen weiteren kommentar fehlen hopowatch leider die worte…

Read Full Post »

ccc „findet“ entwurf des bka-gesetzes und ist entsetzt

die geplante online-durchsuchung der bundesregierung – auch bekannt unter dem begriff bundestrojaner – ist laut chaos computer club (ccc) „nur die Spitze des Eisbergs innerhalb der Planungen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble zur Ausweitung der Überwachung der Bevölkerung“. ein entwurf des neuen bka-gesetzes (pdf), der dem ccc anonym zugespielt wurde, zeigt welche weitreichenden einschränkungen der grunderechte in deutschland demnächst noch so geplant sind.

überwachen ohne richtervorbehalt:

Darin ist u. a. vorgesehen, dass der Einsatz des Bundestrojaners auch ohne die Genehmigung eines Richters erfolgen soll, der normalerweise bei einem Grundrechtseingriff dieser Art obligatorisch ist. Durch die weitgehenden Befugnisse für die Ermittler entsteht der Eindruck, der Bundesinnenminister ignoriere die Vorgaben des Grundgesetzes vollständig.

überwachen ohne benachrichtigung der betroffenen:

Auch die Pflicht der Behörde, nach dem Ende von Überwachungsmaßnahmen die betroffenen Bürger zu benachrichtigen, wird durch den Gesetzentwurf weiter eingeschränkt. Wie es heute schon bei Telefon- und Internetüberwachung gängige Praxis ist, wird der Ausspionierte also in Zukunft von der Online-Durchsuchung nur in seltenen Ausnahmefällen Kenntnis erlangen. Dies widerspricht den rechtsstaatlichen Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts. [2]

überwachen, überwachen, überwachen:

Das BKA soll zudem personenbezogene Daten auch aus den Datenbeständen von Unternehmen erheben, speichern und verstärkt auf die erkennungsdienstliche Behandlung zurückgreifen dürfen. Für Ermittlungen ist der praktisch unregulierte Einsatz von Observationen auch mit Hilfe technischer Mittel vorgesehen. Dies beinhaltet die akustische und optische Überwachung der Betroffenen sowie den Einsatz von V-Leuten und verdeckten Ermittlern auch innerhalb von Wohnungen. Zu diesem Zwecke sollen Mitarbeiter des BKA auch Urkunden (wie z. B. E-Mails anderer Behörden zur Übertragung von Trojanern) verändern und fälschen dürfen. Ebenso wird das Recht eingeräumt, die Anfertigung von Lichtbildern und Tonaufnahmen in Wohnungen Unbeteiligter vorzunehmen, sofern sich ein Betroffener dort aufhält. Diese Maßnahmen werden auch den absolut geschützten Kernbereich privater Lebensgestaltung betreffen. Eine Unterbrechung von Aufnahmen, die intime Details eines Menschen offenbaren würden, kann in Einzelfällen sogar unterbleiben.

wenn diesem gesetz auch nur in teilen zugestimmt wird, so entsteht laut ccc „de facto eine Geheimpolizei, wie sie in Deutschland zuletzt in der DDR existierte“ und er verweist auf die sich häufenden berichte über privaten und behördlichen mißbrauch von überwachungsbefugnissen. passend hierzu liefert ein aktueller bericht der berliner zeitung ein recht plastisches beispiel für das missbrauchspotential von kontrollbefreiter totalüberwachung.

Read Full Post »

aus dem kz ins studivz?

dass die verantwortlichen beim studivz einen etwas komischen humor haben wurde hier und an vielen anderen stellen ja schon unzählige male berichtet. aber bei dem was die blogbar heute wieder ausgegraben hat, muss mensch sich schon fragen, ob da ein paar leute beim grossen grabschkuschelnetzwerk noch ganz klar im kopf sind:

In den Auswahlmasken für die Schule, die man vor dem Studium besucht hat, kann man unter Deutschland -> Bayern -> Dachau als Schule im Drop-Down-Menü auch “SS-Aufsichtskommando” eingeben

ob die verantwortlichen oder ein anderer spassvogel diese „schule“ eingetragen hat, ist aufgrund den erfahrungen wie hier mit extermismus umgegangen vermutlich irrelevant. fakt ist, dass gegen solche „späße“ und andere extremistische entgleisungen offensichtlich keine ausreichenden vorkehrungen getroffen werden. meist werden die betreiberInnen extremistischer gruppen nur darauf hingewiesen, dass es beschwerden gab und sie doch besser ihre gruppenbeschreibung ein bisschen „anpassen“ sollten.

entblößend

eleganzdass die macher des grabschkuschelverzeichnisses auch nicht aus der eigenen geschichte gelernt haben, zeigt die aktion „studiVZ Eleganz“. das studivz „kreiert“ zusammen mit entblößungswilligen studierenden einen „verführerischen“ kalender für das jahr 2008.

hat mensch aus miss studivz und stalkendem herrenclub nichts oder gerade etwas gelernt? wenn freiwillige möchtegernmodels von menschen abgelichtet werden, die die „schärfsten und detailgetreusten Bilder“ machen, dann ist das vom prinzip her dasselbe nur anders.

ob hinter dieser kampagne wohl auch eine bekannte klagewütige werbeagentur mit drei buchstaben steckt?

lesestip: die aktuelle Lexplosiv berichtet auf s. 15 über „Homofeindliche Studis“ im studivz.

Read Full Post »

im folgenden bietet hopowatch statistisches rohmaterial zum diskussionsverhalten von frauen und männern über das frauenprojekt „Handeln für mich“ auf der 21. sitzung des studierendenparlaments:

  männer frauen
anwesenheit: 11 6
davon redeberechtigt*: 11 5
redebeiträge: 25 4

interessant wäre sicherlich auch eine zeitmessung der redebeiträge, die redehäufigkeit bestimmter parlamentarier, aber auch einige weitere qualitätiven aspekte der diskussion gewesen…

informationen über männliches redeverhalten finden sich zum beispiel in diesem feminismusbuch (pdf) (s. 11 ff).


* die redeleitung darf sich ja bekanntermaßen nicht an der diskussion beteiligen.

Read Full Post »

dass die meinungsfreiheit ein wichtiges gut unserer demokratie ist, weiss jedes kind und dies soll im folgenden auch nie zur debatte stehen. hopowatch wundert sich jedoch über menschen, die offenbar dann die meinungsfreiheit als totschlagargument (ohne nennung der zitatquelle) zitieren, wenn es für ihre politischen zwecke nützlich ist, welche aber an anderen stellen geflissentlich darauf verzichten, allen zu ermöglichen ihre meinung kund zu tun.

dass im studierendenparlament (sp) der uni münster jeder und jedem studierenden ermöglicht wird sich zu wort zu melden, sehen einige parlamentarierInnen seit längerem nicht mehr ein. so ist es seit neuestem usus, dass das sp nun bei jedem gast, der eine frage stellen will, erst darüber abstimmen muss, ob dieser mensch etwas sagen darf. selbst bei geladenen gästen und expertInnen muss nun rederecht beantragt werden und selbst hier halten es manche sp-mitglieder nicht für notwendig diese menschen zu wort kommen zu lassen. wieso werden denn überhaupt noch leute ins sp eingeladen?

grus(ch)el-dating-netzwerkend

was hopowatch von diesem und ähnlich gruseligen dating-netzwerken hält, ist ja hinlänglich bekannt. neu ist allerdings, dass menschen nun meinungsfreiheit einfordern, die im vergangenen herbst noch eine bedingungslose zusammenarbeit mit einem studierendennetzwerk forderten und das zu einem zeitpunkt, als diese datingbörse unter anderem wegen zensur im blickpunkt der öffentlichkeit und in der kritik stand. in einem wahlprogramm fand sich damals folgendes:

Daher möchten wir im Falle unseres Wahlsieges den Machern des Studiverzeichnisses als erster AStA bundesweit unsere Zusammenarbeit und Unterstützung anbieten […]
Hierbei möchten wir keine politische Einflussnahme sondern eine ehrliche Kooperation zur weiteren Verbesserung des Studiverzeichnisses in eurem Sinne.

zeitgleich berichteten zahlreiche bloggs und sogar mainstreammedien über einen studivz-skandal nach dem anderen. zum thema meinungsfreiheit bot hopowatch damals einen link zu spon an, dem folgendes zitat aus den damaligen studivz-nutzungsbedingungen entnommen ist:

Folgende Gruppen akzeptieren wir nicht:
Gruppen, die Kritik am StudiVZ ausüben
Gruppen, die wir nicht mögen
Gruppen für Meinungs- und Rezeptionsfreiheit

damals, als man auf solche probleme wie zensur, datenschutz und stalking keinen „politischen einfluss“ nehmen wollte, war das studivz mit seiner nicht-existierenden meinungsfreiheit also in ordnung? was hat sich denn seither daran geändert? wie mit kritik umgegangen wird, zeigte nicht zuletzt das beispiel studiwatch und der umgang mit extremismus. das zensurproblem ist also nichts neues und zeigt, dass es auf dieser kommerziellen plattform weder um basisdemokratie noch sonstige demokratieformen geht.

auch andere web2.0-dienste-anbieter zeigen gerade wie kritikfähig sie sind. wer kritik übt fliegt raus oder wird NIPSA. was das ist erklärt uns die blogbar:

NIPSA, muss man wisssen, ist so eine Art Flickr-Neusprech in bester 1984-Tradition: Not in Public Search Area. NIPSA war ein rigoroser Mechanismus gegen Nutzer, dem man eigentlich mit der individuellen “Safe Search” abhelfen wollte. NIPSA bedeutet: Keiner kann es finden. NIPSA ist gewissermassen der interne Dissidentenknast gewesen, eine andere Umschreibung war “No Illustrations, Profanity or Smut Allowed”.

gruppierend

hopowatch stellt sich aus aktuellem anlass auch mal ganz allgemein die frage was so eine studivz-gruppe eigentlich genau ist. eine offizielle begriffsbeschreibung oder -definition scheint nicht zu existieren.

naheliegende ideen wären, dass es sich um so eine art freundeskreis oder eine interessengruppe handelt. wenn mensch von ersterem ausgeht scheint es (zumindest im realen leben) nicht unnatürlich, dass mensch nicht mit jeder und jedem „befreundet“ sein muss. wird von letzterem ausgegangen, dann muss es sich in so einer gruppe aber auch irgendwie einen konsens über die themen und umgangsformen geben, wie in jedem verein und jeder bürgerInneninitiative auch.

diese frage ist vielleicht auch nicht so wichtig. aber menschen, die so etwas nutzen, sollten sich eben bewusst sein, wo sie sich zu welchen bedingungen und warum in der schönen neuen welt der sozialen beta-plattformen des web 2.0 befinden.

Read Full Post »

Older Posts »