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Archive for the ‘verschwörungstheorie’ Category

das studierendenwerk der uni münster konnte nach der bereits beschlossenen gebührenerhöhung des sogenannten sozialbeitrages um 9,50 euro, zusätzliche einnahmequellen erschließen. so gibt es neben einem millionenschweren konjunkturpäckchen zur wohnheimsanierung eine mensapreiserhöhung um durchschnittlich 3,6% zum 1. märz.

über die sozialbeitragserhöhung wurde auf hopowatch ja bereits heiß diskutiert, aber dass in dem erhöhungspaket eine mensapreiserhöhung mitverpackt war, erfährt mensch nur häppchenweise. dass die verantwortlichen funktionärInnen wirklich so anhnungslos sind, wie es gelegentlich den eindruck macht, kann mensch kaum glauben. dabei drängt sich der verdacht auf, dass sich nebelkerzenwerfende intransparenz zum präferierten politikstil in münsters hoposzene zu entwickeln scheint.

das studierendenwerk begründet ihre preiserhöhung (wie immer) mit steigenden nebenkosten:

Im Jahr 2008 lag die durchschnittliche Kostensteigerung für den Einkauf von Lebensmitteln bei 7% – 8%. Bei einem Warenwert von aktuell ca. 5Mio € mussten unsere Wirtschaftsbetriebe für die Ihnen angebotenen Speisen und Getränke in diesem Zeitraum ca. 350.000 € mehr aufwenden.

Mit Variationen in der Einkaufspolitik konnten wir diese Mehrkosten in der Vergangenheit für einen gewissen Zeitraum auch nur zum Teil kompensieren. Diese Möglichkeiten sind jetzt jedoch ausgeschöpft und da wir uns in der Verpflichtung sehen, Ihnen auch weiterhin unser breit diversifiziertes Angebot in der für Sie gewohnten hohen Qualität zu offerieren, sind wir gezwungen, unsere Preise zum 01.03.09 um durchschnittlich 3,6 % anzuheben.

luxussanierend

die wohnheimsanierungspläne sind bisher offenbar noch nicht ganz ausgereift, aber es gilt an dieser stelle natürlich auch zu verfolgen, wie das geld in höhe von 20 Millionen € konkret eingesetzt werden soll. ob wohl eine neue luxussanierung ansteht?

wählerInnenpflichtennachkommend

mit dem thema studierendenwerk wird sich auch das studierendenparlement (sp) der uni münster auf seiner nächsten sitzung beschäftigen. so wird das sp am 05.03. eventuell seiner pflicht nachkommen neue mitglieder in den verwaltungsrat des studierendenwerks der uni münster zu wählen. wenn mensch den aussagen einer kleinen gelben oppositionsfraktion glauben schenken mag, dann stehen die kandidatInnen schon seit monaten fest und auch die (einzige geplante) kandidatIn für den verwaltungsratsvorsitzposten soll bereits ausgekungelt sein und lässt darauf schließen, dass es wenigstens so intransparent weitergehen wird wie in den letzten zwei jahren.

das zitat des tages:

Wer seine Stimme abgibt, hat nichts mehr zu sagen.

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am kommenden dienstag und mittwoch soll im studierendenparlament (sp) der uni münster eine neue beitragsordnung (bo) durchgepeitscht werden. das sp soll einem nrw-freitzeitticket zustimmen, ohne dass bisher eines verhandelt wurde geschweige denn einen vertrag als abstimmungsgrundlage vorläge.

auf der vergangenen (2.) sitzung des sp hat die juso-hsg einen eilantrag auf änderung der bo einbringen wollen, der nach kurzer debatte und einer beratungspause vom sp-präsidium, höchstwahrscheinlich wegen grober formaler mängel, nicht zur beratung zugelassen wurde. dieser antrag soll auf den sitzungen am 13. und 14. januar behandelt und nach wunsch der juso-hsg verabschiedet werden.

vorgesehen ist eine anhebung des semesterbeitrags um 37,10 euro zum sommersemester 2009. damit soll der beitrag für die nrw-erweiterung des semestertickets eingepreist werden. laut parlamentaristInnen der juso-hsg habe es aber noch gar keine verhandlungen mit den verkehrsbetrieben gegeben, weil man auf einen grundsatzbeschluß des sp warte. es liege auch noch kein vertrag vor.

es erweckt den eindruck, als wollte man die studis schonmal zur kasse bitten, obwohl vollkommen unklar ist, ob oder wann die nrw-erweiterung kommt. merkwürdig ist auch, daß es zwar weder verhandlungen noch einen vertrag gibt, aber schon einigkeit über den preis hergestellt zu sein scheint…

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oder wie mache ich mir gruppendynamische effekte zu nutze, um alle beteiligten akteurInnen auf die vorgesehene linie zu bringen

durch das regelmäßige studieren von demos erschließen sich aufmerksamen beobachterInnen gewisse muster, aus denen die folgenden hypothetischen theorien zu polizeilicher eskalationstaktik abgeleitet werden können, die das gewaltsame vorgehen von polizeiführungen gegen protestantInnen vielleicht erklären. wenn durch uniformierung vermummte menschen sich in eine menge hineinprügeln um vermeintlich vermummte (agents) provocateurs aus einer menge herauszuprügeln, werden primär zwei dinge bewirkt: einschüchternde provokation und diszipliniernder gehorsam.

die friedlich protestierenden menschen werden durch eine ihnen völlig unverständlich erscheinende aktion eingeschüchtert und provoziert zugleich, denn dieses vorgehen löst in der regel solidarität unter den protestierenden aus und sie versuchen sich in der regel trotz ihres offensichtlichen david-gegen-goliath-dilemmas zur wehr zu setzen. und wenn mensch nun bedenkt, dass jede kleinste handgreifliche gegenwehr, auch wenn sie nur zum schutz der eigenen gesundheit dient (z.b. hände schützend vor’s gesicht halten), sofort als widerstand gegen die staatgewalt ausgelegt wird noch mehr gewalt erzeugt, denn sobald dem ersten vermummten in grün auf den zehen getreten wird, folgt eine zweite solidaritätswelle, nämlich die der sogenannten ordnungshüterInnen. sie bewirkt zwei dinge :zum einen wirkt sie disziplinierend und zum anderen ist sie förderlich für eine weitere gewaltaltätige eskalierung des ganzen spiels.

interessant und für verschwörungstheoretikerInnen von welt bestätigend wirkt auch die tatsache, dass die pressestelle der polizei es nicht für nötig zu halten scheint, ihre sicht der dinge auf die ausschreitungen in keiner einzigen pressemitteilung zu widmen. naja schweine auf der autobahn sind wohl interessanter als prügelndknaben und -mädchen. interessant bleibt an dieser stelle abschließend auch immer die frage, wer die ordnungshüterInnen angestiftet hat „mal ordentlich für ordnung zu sorgen“ und ob nicht auch politische verantwortung gezogen werden müsste.

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seit gestern mittag tagt das landesastentreffen (lat) nrw im internationalen zentrum „die brücke“ in münster. laut einer beschwerdemail eines sp-parlamentaristen, wurde dem studierendenparlament dieser termin auf der letzten sitzung vorenthalten.

hopoaussenpolitikinteressierte können ja noch heute mal in der brücke vorbeischauen. es soll laut einladung um die folgenden themen gehen:

  1. Begrüßung / Rundlauf
  2. Gesinnungstest
  3. Rahmenprüfungsordnungen
  4. LABG
  5. Kampagne „Gute Bildung ist…“
  6. Bildungsgipfel
  7. Hochschulzugangsgesetz
  8. anstehende Themen
  9. Anträge
  10. Verschiedenes

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senat der uni siegen rebelliert gegen hochschulrat

der hochschulrat der uni siegen ist am freitag vor einer woche nicht den wünschen des senats gefolgt, den noch amtierenden rektor der uni siegen wiederzuwählen. stattdessen soll nach den vorstellungen des hochschulrats ein externer von der tu berlin zukünftig die uni siegen regieren. der senat, der den wunschkandidaten abnicken sollte, verweigerte jedoch die bestätigung.

schon das verfahren selbst gibt zu denken. so soll der senat erst duch die tagesordnung über die rektorInnenwünsche des hochschulrats informiert worden sein, indem der hochschulrat die tagesordnung um den top „Bestätigung des Rektors“ ergänzen ließ. als umentscheidungsgrundlage wurde dem senat lediglich das protokoll der findungskommission und ein kurzer lebenslauf des wunschkandidaten zur verfügung gestellt.

auf dieser senatssitzung, die am vergangenen mittwoch stattfand, wurde der wunschkandidat des hochschulrates von senat mit 14 zu 9 stimmen abgelehnt. darüber hinaus forderten mehrere senatorInnen und der asta der uni siegen den hochschulrat auf zurückzutreten.

seit gestern steht fest, dass der hochschulratskandidat, der frisch gestreuten gerüchten zufolge mit dem hochschulratsvorsitzenden der uni siegen gut befreundet sein soll, seine kandidatur aufrecht erhält. es bleibt also spannend an der uni mit gesamthochschultradition siegen.

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die frankfurter rundschau widmet dem münsteraner studierendenwerk einen langen artikel über luxuswohnheime und andere studierendenferne leistungen:

Einen der schicksten und teuersten Wohnheimplätze deutschlandweit offeriert das Studentenwerk in Münster – ein Angebot nicht nur für Studierende. Damit tritt es in Wettbewerb mit privaten Vermietern und spielt denen in die Karten, die ein Ende des Wohnheim-Monopols fordern.

Für 534,50 Euro gibt es das komfortable 38-Quadratmeter-Appartement mit Aussicht auf den Stadtsee. „Das kann ich mir nicht vorstellen. Davon habe ich noch nichts gehört“, sagt Achim Meyer von der Heyde, Generalsekretär des Dachverbandes DSW der 58 Studentenwerke, zum offenbar auch für ihn überraschend hohen Preis. Die Studierendenvertretung (Asta) der der Uni Münster befürwortet zwar einen Ausbau der Wohnheimplätze, kritisiert aber, dass hier in „Luxus“ statt in günstigen Wohnraum investiert wurde. „Wer sich ein solches Zimmer leisten kann, sollte auch auf dem freien Wohnungsmarkt keine Probleme haben“, sagt Sozialreferent Kai Grimm.

noch eine kleine anekdote am rande: die totale kommerzialisierung dieses kleinen fussballturniers, das momentan in zwei alpenrepubliken stattfindet, macht auch vor dem studierendenwerk nicht halt. so wurde einem studierenden, der nur zum abendessen in die mensa wollte, seine getränkeflasche abgenommen, die dieser dort nicht einmal verzehren wollte.

also sozial sieht irgendwie anders aus…

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passend zur nationalpatriotistischen stimmungslage sei anlässlich des einzigen volksentscheids über den lissabon-vertrag auf eine aktion des politblogs verwiesen. das blogg hat eine initiative gestartet, autos und ähnliche dinge mit der irland-fahne zu beflaggen:

“IHR STIMMT NEIN ZU LISSABON?

Zeigt es! Hängt die irische Flagge in eure Fenster! Bringt sie am Auto an, als Button an euer Kleidung oder wo immer sie gut zu sehen ist!

Wir 495 Millionen anderen EU-Bürger mögen nicht gefragt werden zum Vertrag von Lissabon – wir stimmen aber trotzdem ab!

Helft mit, diese Aktion bekannt zu machen! Macht auf euren Websites Werbung, sagt Freunden und Bekannten Bescheid!

WIR SIND DAS VOLK!!!”

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