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Archive for Juni 2009

politik und mainstreammedien sind offenbar mit den protesten der schülerInnen- und studierendengeneration so überfordert, dass sie nur mit polemischen ewiggestrigen kommentaren reagieren können. gestern reihte sich nun auch noch eine landesschulministerin, die mit dem oktaeder des grauens weltruhm erlangte und alle krisen in ihrem ressort durch ignoranz und beratungsresistenz aussitzt, in die reihe der argumentarmen bildungsstreikkritikerInnen ein.

ad sinistram hat sich ausführlich mit dem überalterungsproblem in politik und medien und weiteren eskalationsfaktoren auseinandergesetzt:

Abgehalfterte und bald zum alten Eisen gehörende, gestrig werdende Politiker bezeichnen diejenigen, die bald einmal die Geschicke der Gesellschaft in die Hände nehmen sollen, als Gestrige; praktizieren diese immergleiche Methode der Diffamierung – so wie es rückständige und bornierte Ewiggestrige immer in ihrem eingebildeten Fortschrittseifer handhaben -, um die protestierende Jugend als irrgeleitete Wohlstandsrotznasen abzutun. Die Medienöffentlichkeit spricht großspurig und voreilig von Eskalation des Streiks, nur weil eine Handvoll junger Menschen zwei Bankfilialen besetzten, dort friedlich demonstrierten und ihre Finger in eine der tiefklaffenden Wunden dieser Gesellschaft steckten; einer Gesellschaft, die für Bildung und Sozialstandards kein Geld zur Verfügung haben will, aber für die Rettung der Bankenbranche Milliardensummen aus dem Nichts herbeizaubert. Wer in Wunden herumbohrt hat kein Anrecht darauf, als protestierendes Mitglied der Gesellschaft angesehen zu werden; wer in Wunden herumbohrt ist jemand, der Eskalation betreibt, ein Störenfried und Randalierer sein muß. Die Berichterstattung ist zögerlich, immerhin stehen da Deutschlands kommende Kunden, die zukünftigen Konsumenten halbwahrer Medienberichterstattung auf der Straße, aber zwischen den Zeilen ist lesbar, was in den oberen Etagen dieser Republik über die Unzufriedenheit der Jugend gedacht wird.

ob es das problem der überalterung der gesellschaft wirklich gibt, wie gewisse kräfte glauben machen wollen, ist umstritten. die politik scheint allerdings ein echtes demographieproblem zu haben.

via: nachdenkseiten

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massendemonstrierend

in ganz deutschland gingen massenweise schülerInnen und studentInnen auf die strasse um mehr und gerechtere bildung einzufordern. ersten schätzungen zufolge waren über eine viertel million menschen auf der straße.

die bundesbildungsministerin zeigt mit ewig gestrigen argumenten, dass sie weiterhin weder ein problembewusstsein noch ahnung von der situation an den (hoch-)schulen hat. auf der anderen seite bricht die präsidentin der hochschulrektorenkonferenz ein, die anfangs den bildungsstreik noch schlecht zu reden versuchte und versteht nun plötzlich teilweise die situation der studierenden. im super- und bundeswahlkampfjahr scheint die politik dennoch mit einer kleinen geste auf die demonstrierenden reagieren zu wollen und reagiert reflexartig mit aktuellen stunden.

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bildungeinfordernd

heute wurde in münster der bildungsstreik gestartet, mit dem schülerInnen und studierende deutschlandweit gemeinsam auf missstände im bildungssystem hinweisen und alternativen diskutieren wollen.

die zentralen forderungen des bildungsstreikbündnisses:

Gemeinsam mit zahlreichen Gruppen in ganz Deutschland fordern wir:

  • selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungs- und Konkurrenzdruck
  • freien Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren
  • öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft
  • Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen

in münster haben die schülerInnen und studierenden ein buntes programm auf die beine gestellt, das protestaktionen und demos, diskussionsveranstaltungen, alternative vorlesungs- und seminarangebote umfasst, das auch von vielen dozentInnen der uni unterstützt und mitgestaltet wird und im alternativen vorlesungsverzeichnis gelistet sind.

hopowatch empfiehlt am mittwoch die lange nacht der bildung im institut für politikwissenschaft (scharnhorststr. 100), die von den fachschaften soziologie, politik, kultur- und sozialantropologie, volkskunde und wirtschaftspolitik veranstaltet wird und ein abwechslungsreiches programm bietet:

20 Uhr Einlass
20:30 Vorträge rund um das Thema Bildung im SCH 3
21:00  KuSA Kurzfilme im SCH 4
21:30 Kick it like Frankreich (Der Aufstand der Studenten) Film
(95 Minuten) im R 120 mit anschließender Diskussion
23:00 PowerPoint Freestyle im SCH 4

im Anschluß an PowerPoint-Freestyle wird der SCH4 zum Dancefloor

den ganzen Abend über wird es geben:
Buffet
Getränke
Debattiercafé mit politischem Activity im R119

vor dem schloss wurde ein bildungscamp aufgebaut. hier gibt es neben zahlreichen veranstaltungen auch die möglichkeit sich über den bildungsstreik zu informieren und mitzudiskutieren.

bildungscamp

bildungscamp vor dem schloss

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heute und morgen tagt mal wieder das studierendenparlament (sp) der uni münster und wird, so die listen wollen, das asta-team vervollständigen und den haushalt 2009 weiterdiskutieren. und nicht zu vergessen das nrw-seti, das plötzlich wieder auf der agenda auftaucht und auch noch auf diesen sitzungen in trockene tücher gebracht und eine beitragsordnung gegossen werden soll.

die heutige (13.) sitzung des studierendenparlaments findet am 08.06.09 um 18 uhr im a2/a3 (hörsaalgebäude chemie) statt. die morgige (14.) sitzung findet am 09.06.09 um 18 uhr im s2 (schloss) statt.

die zu diskutierenden themen in aller kürze zitiert und kommentiert:

  • Haushalt 2009 2. +3. Lesung (nachdem der haushalt wochenlang im haushaltsausschuss festhing, wartet er nun seit wochen im sp auf beachtung)
  • Arbeitsauftrag Initiativenausschuss (wenn du nicht mehr weiter weißt, …)
  • Antrag Vision d’Europe (noch ein eupopa-besser-erklär-verein)
  • Antrag FK-Konferenz (an dieser stelle sei noch angemerkt, dass in „fk“ bereits das wort „konferenz“ steckt)
  • Antrag auf Änderung der Beitragsordnung (würde den weg  frei für für ein nrw-seti machen)
  • Bestätigung von AStA-ReferentInnen (zur vervollständigung des asta-teams)
  • Wahl von stellv. AStA-Vorsitzenden (zur vervollständigung des vorstand-teams)

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